|
GM SOB
LICHTDECKEN für das SONY-CENTER
in BERLIN
Das Techniker-Team von Glas Marte Bregenz entwickelte für das
Architekturbüro Murphy-Jahn Chicago im Auftrag der Firmen Hochtief
und Takenaka/Kajima Japan die Lichtdeckenhalter (Typ GM SOB) der
10 Lichtdecken für die Lobby-Bereiche des Sony-Centers in Berlin.
Das System GM SOB ist ein abgehängtes, flächenbündig-punktgehaltenes
Lichtdeckensystem in Edelstahlausführung. Die Deckengläser
des Systems
GM SOB sind werkzeuglos montier- bzw. demontierbar. Mit dem Anheben
und Entfernen des patentierten Sicherungsstücks wird die Glasplatte
schnell und sicher montiert.
Die meist nahe der Ecken der Glaselemente angebrachten Halter des
Typs GM SOB sind in Edelstahl ausgeführt und flächenbündig.
Die Abtragung der Lasten erfolgt über einen mittig angebrachten
Zugstab an dessen unterem Ende eine Kreuzplatte befestigt ist, an
die die Punkthalter (meist 4 Stück) montiert sind. Für eine
ausreichende Aufnahme der Montagetoleranzen in X und Y-Richtung ist
mit diesem System gesorgt. Auch die vertikale Verstellbarkeit ist
an mehreren Punkten gewährleistet, was dem System maximale Flexibilität
verleiht, ohne den Gesamteindruck (da die Unterkonstruktion immer
sichtbar ist) auch nur geringfügig zu beeinträchtigen.
Eine Besonderheit dieser abgehängten Lichtdecken aus Glas liegt
darin, dass die Teilsatinierungen
der Deckengläser die optisch sonst oft störenden Abdeckungen
der darüberliegenden Leuchtbalken ersetzen und so eine breite,
äußerst gleichmäßige Lichtstreuung bewirken.
Ein besonderer Reiz geht auch vom Spiel der transluzenten "Lichtstreubänder"
mit den sichtfreien Glasbereichen aus, die einen ungestörten
Ausblick auf die GM SOB-Unterkonstruktion und das technische Equipment
der Gebäude zulassen.
Insgesamt wurden 628 Glasplatten mit einer Gesamtfläche von 879
m2 Verbundsicherheitsglas aus
2 x 8 mm TVG mit 4-fach Folie (1,52 mm) verwendet. Die Teilätzungen
sind auf der raumzuge-wandten Seite angebracht. Die einzelnen Glaselemente
haben eine Standardabmessung von ca.
1,5 x 1,4 m. Das Maximalmaß einzelner Scheiben beträgt
2,3 x 1,4 m (bei 5 Haltern). Das Gesamt-gewicht der Lichtdecken beträgt
44,5 Tonnen.
Eine Vielzahl von Einzelteiluntersuchungen, sowie umfangreiche Original-Bauteilversuche
zur Beur-teilung der Reststandfestigkeit und des Resttragverhaltens
im Bruchfall wurden durchgeführt. Den Technikern von Glas Marte
Bregenz kamen hierbei die langjährigen Erfahrungen mit punktgehaltenen
Glasanwendungen und die Mitgliedschaft im deutschen Fachverband für
den konstruktiven Glasbau (FKG) zugute.
Die technisch brilliante Lösung überzeugte auch dank der
bestechenden Referenzobjekte. Neben
den abgehängten Glasdecken des Kunsthauses in Bregenz wurden
unter anderem bereits Licht-
decken für die HILTI-Zentrale in Schaan/Liechtenstein, ein bekanntes
Schweizer Kunststoff-Spritz-guss-Unternehmen, die Kurt-Fried-Stiftung
des Museums Ulm (in Zusammenarbeit mit einem lokalen Partnerunternehmen)
mit den Systemen von Glas Marte Bregenz ausgeführt. In der Folge
erhielt
Glas Marte den Zuschlag für die abgehängten Lichtdecken
des Bauvorhabens "Kranzler Eck" am Kurfürstendamm in
Berlin.
GM SOB

|