Bauen und Renovieren im Bestand

Warum Glastrennwände im Büro heute mehr leisten müssen

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Beim Bauen im Bestand sind Glastrennwände eine präzise Lösung für Büro-Sanierungen. Sie führen Tageslicht tiefer in den Grundriss, strukturieren Flächen ohne räumliche Verengung, unterstützen flexible Nutzungsänderungen und erfüllen mit passender Konstruktion auch hohe Anforderungen an Sicherheit und Schallschutz. Maßgeblich sind dabei Arbeitsstättenrecht, Sicherheitsregeln für Glas sowie die akustische Gesamtplanung.

Büro und Sanierung

Sanierung, Umbau und Umnutzung prägen die Baupraxis längst wesentlich stärker als die reine Erweiterung auf der grünen Wiese. Gerade im Bürobestand treffen neue Arbeitsformen auf alte Grundrisse: tiefe Zonen, dunkle Flure, starre Raumfolgen und akustisch unzureichende Open-Space-Strukturen. Wer solche Flächen zukunftsfähig machen will, braucht Lösungen, die mit der vorhandenen Substanz arbeiten statt gegen sie.

Genau hier liegt die Stärke von Glas. Transparente Trennwände lenken Tageslicht in innenliegende Bereiche, erhalten Sichtbeziehungen und lassen Räume größer, ruhiger und klarer gegliedert erscheinen. Im Büro bedeutet das: mehr Helligkeit ohne Grundrissvergrößerung, mehr Orientierung ohne massive Eingriffe und eine Aufwertung der Fläche ohne Verlust an Offenheit. BauNetz Wissen beschreibt Glastrennwände ausdrücklich als Mittel, um natürliches Licht in tiefer gelegene Raumzonen oder Flure zu führen.

Auch aus Sicht der Arbeitsstättenplanung ist das relevant. BAuA verweist auf die ASR A3.4 und macht deutlich, dass Arbeitsräume ausreichend Tageslicht erhalten und mit einer Sichtverbindung nach außen ausgestattet sein sollen. Transparente Innenwände ersetzen das Außenfenster nicht, sie verbessern aber die Verteilung des vorhandenen Tageslichts im Raum entscheidend. Für Sanierungen im Bestand ist das ein realer Mehrwert.

Technische Spezifikationen

Damit Glas im Bestand funktioniert, braucht es klare technische Regeln. Für Verglasungen im Gebäude ist die Normenreihe DIN 18008 maßgeblich. In Arbeitsräumen und Verkehrsbereichen gelten zusätzlich Anforderungen aus Arbeitsstättenrecht und Unfallprävention: Ganzglaswände müssen deutlich gekennzeichnet sein; transparente Türflächen müssen bruchsicher ausgeführt oder geschützt werden. Sicherheitsglas wie ESG und VSG ist hier kein gestalterisches Extra, sondern planerische Grundlage.

Ebenso entscheidend ist die Akustik. Im Büro genügt Transparenz allein nicht. Fachquellen zeigen, dass Schallschutz bei Glaswänden über Scheibenaufbau, Glasdicke, akustisch wirksame Zwischenschichten und die Anschlussdetails verbessert wird. Gleichzeitig hängt die tatsächliche Nutzungsqualität stark von der Raumakustik ab: Decken, Böden und Absorberflächen müssen mitgeplant werden. In offenen Büros orientiert sich die Planung an Regelwerken wie DIN 18041, ISO 3382-3, VDI 2569 und ASR 3.7.

Für den Bestand heißt das in der Praxis: gute Glaslösungen sind schlank, sicher, montagefreundlich und akustisch sauber abgestimmt. Sie erlauben abschnittsweise Umbauten, reduzieren Trocknungszeiten und passen zu Sanierungen bei laufendem Betrieb. Genau diese Mischung aus Präzision und Eingriffsarmut macht sie für Architekten und Metallbauer interessant.

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Optionen

Mit GM MARTITION MONO mit GM ZARGENPROFILE lassen sich filigrane Bürotrennwände mit klarer, reduzierter Anmutung umsetzen. Die GM ZARGENPROFILE arbeiten mit nur 22 mm Ansichtsbreite bei 40 mm Bautiefe und schaffen flächenbündige, präzise Anschlüsse an Türen und Festverglasungen. Das ist vor allem dort stark, wo im Bestand maximale Transparenz bei minimaler Profilwirkung gefragt ist.

 

GM MARTITION LIGHT eignet sich besonders für Sanierungen, in denen Montagezeit und Bauablauf entscheidend sind. Das System basiert auf einem Glasmodul-Prinzip. Diese Bauweise reduziert die Montagezeit deutlich. Für Umbauten im Büro, in Arztpraxen, Kanzleien oder Besprechungszonen ist das ein klarer Vorteil, weil sich Flächen schneller neu strukturieren lassen.

 

Wenn höhere akustische Anforderungen im Vordergrund stehen, setzt GM MARTITION PLUS den stärksten technischen Akzent. Das zweischalige System erreicht laut Glas Marte einen Gesamt-Schallschutzwert von bis zu Rres,w 49 dB inklusive Tür und verbindet damit transparente Gestaltung mit diskreten Gesprächszonen, Think Tanks oder Besprechungsräumen. Gerade im modernisierten Open Space ist das eine schlüssige Antwort auf den Wunsch nach Offenheit ohne akustische Unruhe.

 

Für Nebenbereiche im Bestand, etwa modernisierte Sanitär- oder Umkleidezonen, ergänzt GM CABINMART das Bürothema sinnvoll. Das System schafft Privatsphäre, ohne Fläche optisch zu beschweren, und erweitert damit den Gedanken der transparenten, hochwertigen Bestandsmodernisierung über die eigentlichen Arbeitsbereiche hinaus.

Fazit

Im Bestand gewinnt nicht die radikalste Maßnahme, sondern die präziseste. Glastrennwände sind im Büro dann besonders stark, wenn sie mehrere Aufgaben gleichzeitig lösen: Tageslicht weiterführen, Räume ordnen, Sicherheit gewährleisten, Schallschutz liefern und sich mit geringem Eingriff montieren lassen. Für Architekten bedeutet das mehr Freiheit in der Umnutzung. Für Metallbauer bedeutet es Systeme, die technisch sauber anschließen, wirtschaftlich montierbar sind und den Bestand architektonisch aufwerten. Genau darin liegt die Relevanz von Lösungen wie GM MARTITION MONO mit GM ZARGENPROFILE, GM MARTITION LIGHT und GM MARTITION PLUS beim Bauen und Renovieren im Bestand.