Balkon- und Loggienverglasung: Potenzial entdecken

Die wichtigsten Faktoren

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Balkone, Loggien und Terrassen prägen die Wahrnehmung einer Wohnung und eines gesamten Gebäudes. Eine rahmenlose Schiebeverglasung schafft Schutz vor Wind und Wetter, erhält Tageslicht und Aussicht und stärkt die architektonische Klarheit der Fassade. Systeme wie GM TOPROLL® 10/14 verbinden diese Wirkung mit großen, raumhohen Glasflächen, einer Öffnung bis 75 Prozent und einer Anlagenhöhe bis ca. 2.800 mm.

Glaslösungen im Überblick

Wer Balkone und Loggien dauerhaft aufwerten will, braucht Lösungen, die Schutz, Sicherheit und Gestaltung zusammenführen. Genau hier setzt Glas Marte an: mit außenliegenden Schiebeverglasungen als Wind- und Wetterschutz sowie Glasgeländern als absturzsichere, modular aufgebaute Brüstung.

Für raumhohe Verglasungen ist GM TOPROLL 10/14 als oben hängendes Ganzglas-Schiebesystem ausgelegt. Je nach Planung läuft es auf zwei bis vier Bahnen, ermöglicht Öffnungen von bis zu 75 Prozent und kann mit einer flachen Bodenführung von 28 Millimetern Bauhöhe sowie Verriegelung über ein Druckzylinderschloss umgesetzt werden.

Auch für klassische Verglasungen ab Brüstung stehen passende Systemvarianten bereit – abhängig davon, ob die statische Logik und der Montageablauf unten laufend oder oben hängend gelöst werden sollen: LIGHTROLL 6/8 ist als unten laufendes System für leichtere Elemente bis rund 40 Kilogramm und Systemhöhen bis etwa 2,0 Meter konzipiert, TOPROLL 6/8 als oben hängende Variante für bis zu rund 80 Kilogramm und Höhen bis etwa 2,2 Meter. Mit TOPROLL PARAPET steht zudem eine integrierte Komplettlösung zur Verfügung, die Brüstung und Schieben in einem System vereint.

Projektbeispiel

Typische Aufgabenstellungen

In Bestandsgebäuden zeigt sich häufig das gleiche Bild. Der Balkon ist vorhanden, aber er funktioniert nicht. Die Aufenthaltsqualität ist durch Winddruck, Turbulenzen an Eckbereichen und Schlagregen niedrig, Möbel altern schneller, Bodenaufbauten sind stärker belastet und der Übergang zur thermischen Hülle bleibt eine Schwachstelle, weil Fugen, Anschlüsse und Entwässerung unter Witterungseinfluss leiden. In verdichteten Lagen kommt dauerhafte Geräuschbelastung dazu, die den Außenraum unattraktiv macht und zugleich über geöffnete Türen und Fenster direkt auf die Wohnräume wirkt. Dazu kommen gestalterische Brüche durch unterschiedliche Brüstungstypen, nachträgliche Sichtschutzelemente und uneinheitliche Sanierungsstände innerhalb einer Anlage. Eine Glaslösung setzt genau an diesen Punkten an, weil sie Wetterschutz, Schalldämpfung im Außenraum, klare Linien und eine definierte Nutzung über das ganze Jahr zusammenführt

Systeme

Sanierung

Bei Sanierungen zählt jede Maßnahme, die den Bestand intelligent weiter nutzt, weil Abriss und Neuaufbau erhebliche graue Energie freisetzen und die Bauzeit verlängern. Eine Schiebeverglasung setzt auf das Prinzip der zusätzlichen Pufferzone vor der Fassade. Der Außenraum wird witterungsberuhigt, Wind wird gebremst, Schlagregen reduziert und der angrenzende Wohnbereich profitiert im Alltag, weil der Balkon als vorgelagerte Klimazone die Randbedingungen stabilisiert. Das ist besonders relevant, wenn energetische Ziele über Betriebskosten, Komfort und Gebäudezertifizierungen mitgedacht werden.

Das Gebäudeenergiegesetz stellt zudem energetische Anforderungen an Gebäude und bei Sanierungen spielen auch Nachrüstpflichten und Nachweise eine Rolle, etwa über Energieausweise und Anforderungen an die Qualität der Gebäudehülle. Eine verglaste Loggia ersetzt keine Fassadendämmung und keine energetische Ertüchtigung der thermischen Hülle, sie unterstützt aber die Sanierungsstrategie, weil sie Anschlüsse, Öffnungen und Bauteile an der Fassade stärker vor Witterungseinfluss schützt und die Nutzungslogik des Außenraums erweitert.

Beispiel für gelungene Sanierung

Aus mit dem Lärm

Schallschutz wird in urbanen Lagen zum Vermietungs und Verkaufsargument, weil Lärm nicht nur stört, sondern Nutzung verhindert. Verglaste Balkone und Loggien wirken als zusätzliche Zone zwischen Straße und Wohnraum, in der sich Schall ausbreitet und gedämpft wird, bevor er auf die eigentliche Fassade trifft. Für die Planung bedeutet das: Die Balkonverglasung ist eine wirksame Ergänzung, während die Anforderungen an den Schallschutz im Hochbau weiterhin über die Bauteile schutzbedürftiger Räume nach Norm nachzuweisen sind.

Damit Schallschutz und Komfort über Jahrzehnte stabil bleiben, zählt die Lebensdauer der Mechanik und der Dichtungsebene. Für Außenanwendungen sind geräuscharme Rollen und witterungsbeständige Teile entscheidend, weil nur ein dauerhaft leichtgängiges System im Alltag auch geschlossen genutzt wird, wenn Ruhe gebraucht wird. GM TOPROLL 10/14 ist als geräuscharmes, manuelles System ausgelegt, mit objektbezogener Windlast Planung, und weist in den technischen Vorgaben auf eine tragfähige, lotrechte Befestigung sowie die Berücksichtigung von Materialdehnung bei langen Laufstrecken hin.

Schallschutz

Über 100.000 Schiebeanlagen haben sich seit vielen Jahrzehnten komplett ohne Reparatur- und Wartungsbedarf bewährt.

Quotation marks
Tomislav Bacic
Außenansicht eines Wohngebäudes mit Schiebeanlagen
Tomislav Bacic: Leitung GM SCHIEBE- UND HALTESYSTEME bei Glas Marte

Nachhaltiger Genuss

Nachhaltigkeit entsteht hier aus drei Ebenen: Bestandserhalt, Lebensdauer und Zusatzfunktion. Der Bestandserhalt reduziert Eingriffe, weil Balkonflächen nicht neu geschaffen werden müssen, sondern durch eine zusätzliche Glasebene aufgewertet werden. Die Lebensdauer wirkt, weil die Systeme wartungsarm ausgelegt sind und Serviceeinsätze planbar bleiben. Glas Marte verweist dabei auf langjährige Erfahrung und eine große Zahl montierter Schiebeanlagen, die sich über Jahrzehnte ohne Reparatur und Wartungsbedarf bewährt haben, ergänzt durch die Empfehlung einer jährlichen Sichtprüfung.

Photovoltaik im Balkongeländer

Balkone bieten wertvolle Fläche für erneuerbare Energie. In Kombination mit PV-aktiven Glasfüllungen werden Glasgeländer zu Photovoltaik-Geländern: Sie übernehmen gleichzeitig Absturzsicherung und Stromerzeugung. Damit wird die Balkonsanierung zum Baustein eines zukunftsfähigen Energiekonzepts, sichtbar, effizient und architektonisch sauber integriert.

Je nach Ausrichtung und Anzahl der Balkone lässt sich so ein relevanter Beitrag zur Eigenstromversorgung leisten, Lastspitzen im Gebäude glätten und der Bezug von Netzstrom reduzieren. Gleichzeitig entstehen klare, moderne Fassadenbilder, bei denen Technik nicht als Störung, sondern als integraler Bestandteil der Architektur wahrgenommen wird. Für Bauträger, Wohnbaugesellschaften und Eigentümer:innen bietet diese Lösung einen doppelten Mehrwert: Sie steigert die Attraktivität der Immobilie und zahlt auf Energieeffizienz- und Nachhaltigkeitsziele ein, von ESG-Kriterien bis hin zu langfristig stabilen Betriebskosten.

Glasgeländer mit Zusatzfunktion

Ein überfälliges Upgrade

Ein Balkon, der ganzjährig nutzbar ist, wirkt unmittelbar auf die Wahrnehmung des Gebäudes, weil er Fläche und Aufenthaltsqualität sichtbar erhöht. In der Vermarktung zählen klare Fassadenlinien, Transparenz, ein gepflegtes Erscheinungsbild und der Eindruck von Modernisierung. Gerade bei Wohnbaugesellschaften und größeren Anlagen ist die serielle Logik wichtig: gleiche Systemfamilie, gleiche Details, saubere Anschlüsse und ein konsistentes Fassadenraster. Der Windschutz Artikel betont genau diesen Zusammenhang zwischen attraktiv gestalteten Außenräumen und besserer Vermietbarkeit.

Großflächig

Welches System für welche Bedürfnisse

Für die Systemwahl gilt zuerst die Geometrie, dann die Lastabtragung, dann der Alltag. GM TOPROLL 10/14 ist raumhoch geplant, mit maximaler Anlagenhöhe von rund 2.800 Millimeter, Flügelbreiten bis rund 1.400 Millimeter und Flügelgewichten bis 100 Kilogramm pro Element. Es ist in zwei bis vier Bahnen erhältlich, erreicht Öffnungen bis zu 75 Prozent und bietet eine flache Bodenführung mit 28 Millimeter Bauhöhe. Die Anlage ist verriegelbar über Druckzylinderschloss, was Nutzungssicherheit bei Wind und im Alltag unterstützt.

Bei Sanierung und Nachrüstung zählen Planungsparameter, die früh feststehen müssen, weil sie Anschlussdetails und Nachweise bestimmen. Entscheidend sind die vorhandene Brüstungshöhe, der Deckenaufbau und die Tragfähigkeit für den oberen Lastabtrag, die gewünschte Bahnanzahl und Öffnungsquote, die Exposition mit Gebäudehöhe und Eckbereichen sowie die Entwässerungsführung und Reinigungszugänglichkeit. Bei langen Laufstrecken sind thermische Längenänderungen konstruktiv zu berücksichtigen, und für außenliegende Anlagen ist ein objektbezogener statischer Nachweis für Befestigung und tragende Konstruktion erforderlich.

Bei so vielen Planungsparametern bleiben die Pflege und Wartung oft links liegen. Eben genau diese zwei Faktoren wurden bei den GM Schiebesysteme explizit bedacht, mit dem Ziel, den Aufwand des Endkunden zu minimieren. Gerne weisen wir auf den untenstehenden Artikel hin, in dem unsere Experten diese Themen näher erläutern. 

Tipps von unseren Experten

Fazit

Wenn Sie eine Balkon-, Loggia- oder Terrassensanierung planen, lohnt sich ein kurzer Abgleich anhand weniger Unterlagen, weil damit Systemwahl, Nachweisführung und Anschlussdetails sofort klarer werden. Senden Sie Grundriss und Schnitt mit Öffnungsbreite, Brüstung und Deckenaufbau sowie Angaben zu Gebäudehöhe und Exposition und zur gewünschten Öffnungsquote. Auf dieser Basis lässt sich die passende Systemfamilie festlegen, von der raumhohen Lösung mit GM TOPROLL 10/14 bis zur Brüstungsvariante mit LIGHTROLL 6/8, TOPROLL 6/8 oder einer integrierten Parapet Lösung, inklusive Planung von Entwässerung, Bedienkomfort und Pflegezugang.